Flexibilität, die überzeugt.

Der Kommunikationsserver Mirth Connect der VIREQ Schweiz steuert wichtige Datentransfers im Kantonsspital St. Gallen. Die Open-Source-Lösung ist kostengünstig und einfach zu konfigurieren.

Mirth Connect steuert wichtige Datentransfers im Kantonsspital St. Gallen

Infrastrukturen und IT-Systeme betreiben zu lassen, ist ein beliebtes Modell. Das Shared Service Center (SSC-IT) ist ein Dienstleister in der Schweiz, der für insgesamt vier Spitalregionen und weitere Kunden im Kantons St. Gallen arbeitet. Rund 130 Mitarbeiter sorgen für den Betrieb und die effiziente Weiterentwicklung der Infrastrukturen und Anwendungen.

 

Der größte Auftraggeber ist das Kantonsspital St. Gallen - mit drei Standorten und rund fünfzig Kliniken. Im 800-Betten-Haus werden jährlich über 36.000 stationäre Behandlungen durchgeführt. „Wir betreiben die IT-Basis und alle wichtigen Informationssysteme, etwa das Krankenhaus-Informationssystem (KIS), inklusive aller Schnittstellen“, erläutert Marc-André Schäfer, Teamleiter Medizinische IT Services, die Aufgaben des SSC-IT. Das Management letzterer stellt eine besondere Herausforderung dar. „Um den reibungslosen Austausch aller medizinischer Daten zu gewährleisten, haben wir uns für die Einführung eines Kommunikationsservers entschieden“, so Schäfer. Seit 2015 arbeitet das SSC-IT deshalb mit Mirth Connect und VIREQ Software Solutions.

"Viele Applikationen, die wir betreuen, haben bereits diesen Kommunikationsserver mitgebracht. Deshalb haben wir ihn genutzt und ausgebaut.“ Heute ist Mirth Connect eine redundant ausgelegte, zentrale Instanz im Schnittstellenmanagement und für den Datentransfer medizinischer Daten eine strategische Komponente. Dazu hat das SSC-IT einen bestehenden Server abgelöst, der zunehmend die Flexibilität bei der Integration einer sehr heterogenen Systemlandschaft vermissen ließ. Genau da sieht Schäfer eine große Stärke des Mirth Connect:

„Mirth Connect verarbeitet alle Daten und Formate ohne Probleme. Damit sehen wir uns auch für künftige Einbindungen gut gerüstet.“

Zudem handelt es sich um eine Open-Source-Lösung, die kostengünstig und einfach zu konfigurieren ist. „Der Server ist weniger komplex als andere Lösungen, dabei aber nicht minder leistungsfähig“, so der IT-Experte, „was uns die Arbeit erleichtert und das Budget schont.“

Umsetzung aller Formate

Derzeit kommunizieren vierzig Subsysteme über Mirth Connect. Der Kommunikationsserver nimmt alle Nachrichten dieser Systeme entgegen, transformiert sie bei Bedarf in das passende Format für das Zielsystem, und routet die Daten dann weiter. Warum das heutzutage noch nötig ist, erläutert Schäfer:  „Es handelt sich zwar grundsätzlich um standardisierte Formate, die jedoch unterschiedliche Ausprägungen und Qualitäten aufweisen. Derzeit kommunizieren wir über verschiedene HL7-und CDA-Formate sowie HL7 ADT für administrative Nachrichten.“ Der große Nutzen des Kommunikations-Servers liegt in der Vereinfachung und Beschleunigung der klinischen Prozesse. „Ohne den Zusammenschluss unserer verschiedenen Systeme über Mirth könnten wir etwa eine umfassende elektronische Krankengeschichte kaum realisieren“, so Teamleiter Schäfer. Zu dieser Erfolgsgeschichte hat auch VIREQ seinen Teil beigetragen. Im Grunde war es ein Reengineering-Projekt, da bereits Kommunikationsserver mit Kanälen eingerichtet waren.

„Wir haben die Hilfe unseres Partners bei der Konzepterstellung sowie der Umsetzung für die Schaffung der Zentralinstanz gern in Anspruch genommen“, blickt Schäfer zurück. „Der Betrieb liegt in unseren Händen.“ Abgesichert wird er über einen Servicevertrag, den die SSC-IT mit VIREQ abgeschlossen hat. Obwohl das SSC-IT viele Arbeiten, auch die Entwicklung neuer Kanäle, weiterhin selbst übernimmt, können die Mitarbeiter stets auf Vireq als kompetenten Partner zurückgreifen.

„Wir schätzen die hohe Kompetenz unseres Partners und nutzen diese auch gerne für umfangreichere oder komplizierte Implementierungen“

Die komplette Umsetzung geben wir dann bei größeren Projekten ab.“ Ein Beispiel dafür ist die Einführung der E-Zuweisung von Hausärzten in die Klinik.

Neues Projekt: E-Zuweisung

Im Kontext des elektronischen Patientendossiers, das in der Schweiz per Gesetz bis 2020 umzusetzen ist, ist eine Plattform für den überregionalen Datenaustausch entstanden. Basis des Transfers sind durchweg Standardkomponenten der Initiative Integrating the Healthcare Enterprise, kurz: IHE. Diese Vorgabe hat das Kantonsspital St. Gallen (KSSG) bereits im Jahr 2013 umgesetzt und zusätzlich eine so genannten Cross-Community-Verbindung mit dem Ärztenetzwerk vor Ort geschaffen. „So können niedergelassene Ärzte auf Patienten-Dokumente, die im Spital gespeichert sind, zugreifen“, erläutert Schäfer. Auf Basis von standardisierten und sicheren Mechanismen hat das SSC-IT für das KSSG den E-Zuweisungsprozess aufgebaut.

Üblicherweise faxt der Hausarzt einen entsprechenden Brief oder ein Anmeldeformular in die Klinik mit der Bitte, den Patienten aufzunehmen. „Das möchten wir mit der E-Zuweisung elektronisch abbilden. Der Hausarzt kann die Daten direkt aus seinem Praxis-Informations-System an eine Web-Plattform übermitteln, dort zusätzliche Angaben machen und die Zuweisung an eine bestimmte Klinik im KSSG adressieren“, erläutert Schäfer.

 

Alle Unterlagen landen direkt auf dem Mirth Connect Server und werden digital in den Workflow eingebunden. Der Zuweiser wird umgekehrt stets über den Status seines Patienten informiert. Dazu muss er sich einmalig im Portal anmelden.

Vollelektronische Zuweiserbindung

„Wir versprechen uns vom neuen Portal zum einen eine höhere Zuweiserbindung und zum anderen einen schnellen, schlanken und vollelektronischen Prozess ohne Medienbrüche“, erläutert Schäfer die Ziele des Projektes. Früher mussten viele Dokumente ausgedruckt und manuell bearbeitet werden. Nicht zuletzt haben ähnliche Ansätze in anderen Kliniken das Projekt beschleunigt. „Wir sehen jetzt den Zeitpunkt gekommen, eine derartige Lösung zu etablieren, um die kommende Digitalisierung im Gesundheitswesen federführend mitgestalten zu können“, so der IT-Teamleiter.

Derzeit bietet lediglich die Klinik für Radiologie  diesen Service an. Der Ausbau für weitere Kliniken ist für das Jahr 2018 geplant. Das KSSG will aber noch einen Schritt weiter gehen und denkt auch über Möglichkeiten der Selbstzuweisung von Patienten nach. „Das wäre spannend und bietet viele neue Chancen.

 

Mit VIREQ wissen wir dafür den richtigen, weil mutigen Partner an unserer Seite“, ist Marc-André Schäfer überzeugt. So oder so, Mirth Connect wird künftig noch weniger entbehrlich sein als heute.

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