Sämtlicher Datentransfer über eine Drehscheibe

Durch den Kommunikations-Server von VIREQ gewinnen die Psychatrieverbunde des Kantons St. Gallen strategische Vorteile. Die Mitarbeiter sparen Zeit, da die Projekte schneller umgesetzt, Applikationen ohne großen Aufwand flexibel eingebunden werden können.   

 

Die Psychiatrieverbunde des Kantons St. Gallen homogenisieren ihren Datenaustausch mit Mirth Connect. Für die psychiatrische Grundversorgung – ambulant und stationär – im Kanton St. Gallen mit seinen mehr als 800.000 Einwohnern zeichnen die St. Gallischen Kantonalen Psychiatrischen Dienste – Sektor Nord (KPD-SN) und die Psychiatrie-Dienste Süd (PDS) verantwortlich. Erstere betreiben vier, letztere fünf Standorte.

So umfassend die Aufgabe, so vielfältig auch die Landschaft an unterstützenden IT-Systemen in den Einrichtungen: zwei ERP-Systeme, (noch) zwei Krankenhaus-Informationssysteme, eine Ressourcenplanung, ein Menü-Bestellsystem, ein Facility Management System, ein Business Warehouse System, um nur einige der wichtigsten von etwa drei Dutzend Applikationen zu nennen. Beide Unternehmen werden durch das Shared Service Center IT (SSC-IT Psych) betreut.

"Sie haben einen neuen Befund."

Mit Inkrafttreten des neuen Spitalgesetzes per 1. Januar 2012 erhielten die beiden Unternehmen einen gemeinsamen Verwaltungsrat und entschieden sich in der Folge, enger zusammen zu arbeiten. Dies wirkte sich in Form von drei strategischen Vorgaben auch auf die Informatik aus:
 

  • Zusammenführung der IT-Landschaft

  • Harmonisierung des Applikationsportfolios

  • Erhöhung der Prozessintegration in der Behandlung
     

Als zentraler IT-Provider stand das SSC-IT Psych vor der Herausforderung, die heterogene Applikationslandschaft zu harmonisieren. Viele Applikationen brachten eigene, proprietäre Datenformate mit. Der Datenaustausch zwischen den Applikationen löste oft ein teures und zeitraubendes Entwicklungsprojekt seitens des Hersteller aus. „Als Kunde waren wir dabei auf den Goodwill des Softwareherstellers angewiesen, ob dieser bereit war, seine Schnittstelle umzubauen“, so Urs Dreher.

„Gab es einen Austausch, fand der über individuelle Scripte oder manuell statt. Fast jedes System hatte ein eigenes Datenformat, das umgewandelt werden musste – ein hoher Aufwand und zudem im Betrieb fehleranfällig.“ Es war klar, dass eine tiefere Prozessintegration ohne ein zentrales Gateway, das die Daten in die entsprechenden Zielformate umwandelt, nicht realisierbar ist. Also entstand die Idee, einen Kommunikationsserver zu installieren, an den alle Systeme angedockt werden sollten.

„Wir haben uns eine Kommunikationsplattform vorgestellt, bei der wir sauber und schnell einen neuen Datentransfer einrichten können, quasi eine zentrale Datendrehscheibe, anhand derer wir den Überblick über die Transaktionen behalten“, nennt Projektleiter Daniel Fisler die Erwartungen an die neue Lösung.

Verlässlich und einfach zu bedienen

So haben KPD-SN und PDS ein detailliertes Pflichtenheft verfasst und im Einladungsverfahren drei ausgewählte Anbieter mit ihren Produkten um ein Angebot gebeten. Besonderes Augenmerk legten die Einrichtungen dabei auf die eigene Zukunftsfähigkeit. „Wir haben das Thema eHealth im Auge und setzen künftig ausschließlich auf etablierte Kommunikationsstandards“, erläutert Dreher. Nach einer Präsentation und einer Nutzwertanalyse auf Basis des Pflichtenheftes fiel die Entscheidung schließlich auf Mirth Connect von VIREQ software solutions. „Unternehmen und Kommunikationsserver haben uns voll überzeugt, hinzu kommt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Fisler.

Seit Ende 2014 arbeiten die beiden Psychiatrieverbunde des Kantons St. Gallen nun mit Mirth Connect, auf den laufend neue Channels, Services und Systeme migriert werden. „Es ist ein übersichtliches, aber sehr wirksames Werkzeug zur Vereinfachung für uns“, lobt Dreher. „Wir können mit eigenen Ressourcen schnell und unkompliziert neue Datenstränge über den Kommunikationsserver ziehen.“

In einem zweitägigen Workshop brachte VIREQ den Anwendern die Konfiguration und Entwicklung von Schnittstellen nahe. Dieses Wissen vertieften Dreher und Fisler dann im Selbststudium und durch Diskussionen mit dem Anbieter, so dass sie nun die meisten Arbeiten selbstständig erledigen können. Wird es einmal komplizierter – etwa beim Aufbau von Channels oder der Integration neuer Applikationen –ist VIREQ gefragt. „Das ist schließlich nicht unser Kerngeschäft. Zudem wissen wir einen erfahrenen und offenen Partner an der Seite, der uns schnell hilft.“

 

Mirth Connect wird sowohl im Norden wie auch im Süden des Kantons eingesetzt. Beide Einrichtungen arbeiten in einer komplett virtualisierten Serverumgebung, in die auch der Kommunikationsserver integriert ist. Beim Ausfall einer Hardware können die Systeme so problemlos auf eine andere Hardware verschoben werden, was einen ausfallsicheren Betrieb gewährleistet. Durch die Virtualisierung können zudem sehr schnell neue Systeme aufgebaut werden:Einfach einen neuen Server anlegen und diesen in Betrieb nehmen.

Eine Vielzahl strategischer Vorteile

Durch den Kommunikationsserver von VIREQ gewinnen die beiden Psychiatrieverbunde strategische Vorteile:

  • Sie sind nicht mehr auf die Änderungsbereitschaft des Applikationsherstellers angewiesen, wodurch die Abhängigkeit gesunken ist.

  • Die Umsysteme können heute deutlich rascher und mit überschaubarerem Aufwand angebunden werden. Damit können die Prozessintegration vorangetrieben, Abläufe im Unternehmen automatisiert und so effizienter abwickelt werden.

  • Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Unternehmen ist gestiegen. Früher war die IT ein Bremser, heute kann sie rasch auf neue Anforderungen reagieren. 

 

Zudem gewinne auch die die Mitarbeitenden des SSC-IT. „Er erspart uns enorm viel Zeit“, sagt Fisler, „weil wir beispielweise neue Anforderungen viel schneller umsetzen können.“ So lassen sich Transferprotokolle schneller definieren und neue Applikationen in der Regel ohne großen Aufwand einbinden.

Ein weiterer Vorteil: Alle Transaktionen und jeder Datenfluss über Mirth Connect werden genau dokumentiert. „Das war ohne Kommunikationsserver nicht so“, blickt Dreher zurück. „Wenn da mal etwas nicht lief, war es sehr schwierig herauszufinden, bei welchem System der Fehler lag. Ein Monitoring war kaum möglich. All das ist mit der zentralen Drehscheibe, die wir jetzt haben, gegeben.“

 

Anders würde es aber auch nicht funktionieren. „Die Anforderungen sind gestiegen. Alle neuen Applikationen müssen integriert sein und alle Mitarbeitenden müssen über den Mitarbeiterstamm, Telefonnummern, etc.verfügen. Da können wir keine Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen mehr manuell einrichten“, führt Fisler aus. Genauso verlässlich wie Mirth Connect hat sich auch VIREQ erwiesen. Agil, mitdenkend, unterstützend, flexibel und kompetent sind Adjektive, die bei der Beschreibung des Dienstleisters durch Dreher und Fisler fallen.

„Unser Partner bietet uns ein sehr überzeugendes, kundenfreundliches Gesamtpaket.“

VIREQ steht für Engagement

„Wir haben ja diverse Anbieter für verschiedene Systeme und ich kann sagen, dass sich wenige derart engagieren wie VIREQ“, so Dreher. „Wenn man sein Problem schildert, analysieren die Mitarbeiter sehr schnell und erarbeiten Lösungen. So werden uns viele Dinge abgenommen und wir können uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren. Ich finde sehr gut, wie VIREQ arbeitet und uns unterstützt." Um einen störungsfreien Betrieb des Servers zu gewährleisten, hat das SSC-IT Psych einen Service- und Wartungsvertrag mit ihrem Brandenburgischen Dienstleister abgeschlossen.

„Dieser Vertrag berücksichtigt einerseits unser hohes Maß an Eigeninitiative“, lobt Daniel Fisler, „gibt uns andererseits aber die Sicherheit, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“ Auch Urs Dreher fühlt sich bei VIREQ gut aufgehoben: „Unser Partner bietet uns ein sehr überzeugendes, kundenfreundliches Gesamtpaket.“

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